Ausgabe 1 ⁄ 2010, Beitrag Nr. 5

Bewegung ist ein wichtiger Schritt, um Übergewicht vorzubeugen
Eine Studie zeigt: Dicke essen nicht mehr als Normalgewichtige.

(IME/Frankfurt/M.) Dieses Klischee kennen wir alle: Übergewichtige essen einfach zu reichlich und naschen zu viel zwischendurch. Doch genau das widerlegt eine neue Studie: Demnach unterscheiden sich weder die Essensmenge noch die Energieaufnahme von Übergewichtigen und Personen mit Normalgewicht. Auch bei Betrachtung der verschiedenen Lebensmittelgruppen fallen ebenfalls keine dramatischen Unterschiede auf. Das auffälligste Merkmal bei der Gruppe der Normalgewichtigen: Gerade jene essen wesentlich mehr Kuchen und zwar nicht nur Sonn- und Feiertags, sondern beinahe täglich.

Diese Ergebnisse bestätigen erneut die Erkenntnis, dass bei der Entstehung von Übergewicht der Energieverbrauch eine entscheidende und sehr individuelle Größe ist. Messungen bei über 900 Personen haben bereits beim Grundumsatz Werte zwischen 800 und 3.700 kcal ergeben. Dazu kommt die unterschiedliche Energie“verwertung“ durch körperliche Bewegung. Wer täglich nur 50 kcal mehr isst, als er verbrennt, riskiert rein rechnerisch einen Zuwachs von 2,5 Kilogramm Fettgewebe pro Jahr. So können sich über einen Zeitraum von zehn Jahren leicht 25 Kilo mehr an Gewicht ansammeln. Doch viele Menschen benötigen für einen solchen Gewichtszuwachs sogar einige Zeit länger. Letztendlich ist die Entwicklung von Übergewicht nicht davon abhängig, was und wie viel gegessen wird, sondern sie wird bedingt durch ein individuelles Missverhältnis zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch.

Abdruck honorarfrei - IME, Frankfurt/M. als Quellenangabe und Beleg erbeten.

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