Ausgabe 1 ⁄ 2010, Beitrag Nr. 3

Früchte geben Zähnen Saures
Nach Obstgenuss nicht gleich Zähne putzen.

(IME/Frankfurt/M.) Frisches Obst oder Säfte – das vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit. Vor allem die ab Mitte Mai erhältlichen einheimischen Erdbeeren können wir kaum erwarten. Aber der Saison-kalender verweist auch auf Exoten wie Ananas, Mango oder Kiwi. Neben vielen Vitaminen enthält Obst allerdings auch Fruchtsäuren, die den Zahnschmelz angreifen können. Daher gelten rund um den Genuss fruchtiger Köstlichkeiten fürs Zähneputzen eigene Regeln: Hierbei sollte man nämlich beim Motto „Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen“ ausnahmsweise eine halbe Stunde warten.

Saure Lebensmittel weichen und rauen kurzfristig den Zahnschmelz auf. Putzt man nun direkt nach ein paar leckeren Früchten oder einem „Vitaminstoß“ mit Saft die Zähne, besteht die Gefahr, dass man sich regelrecht Löcher in die Zahnoberfläche bürstet. Wenn Zahnschmelz durch Säure-Einwirkung abgebaut wird, nennen die Fachleute dies Erosion. Wer direkt nach dem Essen fluoridhaltige Mundspüllösungen verwendet oder zur Speichelanregung Kaugummi kaut, beugt einer Erosion vor. Denn dadurch werden die Säuren am Zahn verdünnt, so dass sie weniger aggressiv einwirken können. Fluorid remineralisiert außerdem den Zahnschmelz und härtet ihn wieder. Gute Säure-Neutralisierer sind auch Milchprodukte. Also am besten Quark oder Vanillesauce zum Obstsalat oder einen Erdbeer-Milchshake servieren.

Abdruck honorarfrei - IME, Frankfurt/M. als Quellenangabe und Beleg erbeten.

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