Ausgabe 4 ⁄ 2009, Beitrag Nr. 7

Bildung schützt vor Übergewicht
Nicht Geld, sondern Wissen hält schlank.

(IME/Frankfurt/M.) Mehr als die Hälfte der Deutschen ist übergewichtig und bewegt sich kaum. Der soziologische Schlüsselfaktor für das Auftreten von Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) heißt nicht „Armut“ sondern „Bildung“: Dies belegte jüngst eine Studie von Roland Berger Strategy Consultants. Sie kam zum Ergebnis, dass ein niedriger Bildungsabschluss das Risiko für Fettleibigkeit (Adipositas) und ungesundes Verhalten deutlich erhöht. Fettleibigkeit ist bei Menschen mit Hauptschulabschluss im Vergleich zu Akademikern mehr als doppelt so oft zu beobachten, dasselbe gilt auch für eine ungesunde Ernährungsweise. Am Faktor Einkommen lässt sich dieser Zusammenhang jedoch nicht festmachen. Vieles deutet darauf hin, dass Bildung ein wesentlicher Schlüssel bei der Bekämpfung der Pfunde ist.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Übergewichtsproblematik ist die verminderte körperliche Aktivität im Alltag. Die Menschen bewegen sich nicht mehr so viel wie früher und verbrauchen daher weniger Energie. Damit gerät das Gleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch in eine Schieflage und der Körper speichert die nicht verbrauchte Energie in Form von Fettdepots.

Seit geraumer Zeit wird nach effizienten Lösungsstrategien für das Problem „Übergewicht“ gesucht. Da die Ursachen dafür sehr vielschichtig sind, kann es auch keine einfache Lösung geben.

Vielmehr muss ein Präventionsprogramm für alle Bevölkerungsschichten auf verschiedenen Ebenen entwickelt werden, das einen gesunden Lebensstil, eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung fördert und dabei aber auch Genuss und Entspannung nicht zu kurz kommen lässt.

Abdruck honorarfrei - IME, Frankfurt/M. als Quellenangabe und Beleg erbeten.

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