Ausgabe 3 ⁄ 2009, Beitrag Nr. 1

Gesunde Zähne ohne Zuckerverzicht
Englische Forscher: Kein Zusammenhang zwischen konsumierter Zuckermenge und Karies.

(IME/Frankfurt/M.) Eine wichtige Nachricht für die Zahngesundheit kommt aus Großbritannien: Zwischen der Menge an Zucker, die gegessen wird, und dem Auftreten von Karies besteht kein Zusammenhang. Das ist die zentrale Aus-sage eines aktuellen Übersichtsbeitrages in der internationalen Fachzeitschrift Obesity Reviews. Forscher der Universität Leeds werteten die gesamte eng-lischsprachige Fachliteratur der letzten 150 Jahre zum Thema „Zuckerkonsum und Karies“ aus. Das Ergebnis: Zuckerverzicht ist bei der Kariesprophylaxe nicht der entscheidende Faktor.

Diese Erkenntnis stützt sich auf die Tatsache, dass die Kariesentstehung durch viele Faktoren beeinflusst wird. Präventive Maßnahmen wie regelmäßi-ge Zahnpflege, die Verwendung von Fluoriden und der regelmäßige Gang zum Zahnarzt spielen die entscheidende Rolle bei der Vorbeugung gegen Karies, nicht hingegen die verzehrte Zuckermenge. Wie die Literaturauswer-tung weiter zeigt, hat daneben die Häufigkeit der Lebensmittelaufnahme einen Einfluss auf die Entwicklung von Karies. Hier sind im Hinblick auf die Karies-entstehung alle so genannten fermentierbaren Kohlenhydrate zu beachten, also nicht nur zuckerhaltige Produkte, sondern ebenfalls Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Bananen und andere.

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